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Investment Fonds

Knapp ein Drittel aller deutschen Haushalte legen Teile ihres Vermögens in Investmentfonds an. Dabei können sie unter mehreren Tausend Fonds wählen. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual.

Das Prinzip der Investmentfonds ist einfach: Viele Kleinanleger kaufen nicht nur einzelne oder wenige Wertpapiere und stellen so ihr Depot selbst zusammen, sondern sie investieren das Geld in ein Sondervermögen, das wiederum möglichst viele verschiedene Werte enthält – einen Fonds. Dafür erhalten sie entsprechende Anteile am Fondsvermögen.

Welche einzelnen Anlagen der jeweilige Fonds tätigt, entscheidet ein in der Regel professioneller Fondsmanager. Er beobachtet kontinuierlich Märkte, Kursentwicklungen und Unternehmen und kauft je nach Ausrichtung des Fonds für das Geld der Anleger Wertpapiere oder Immobilien, weltweit oder national. Weil der Fondsmanager das Anlagevermögen möglichst breit streut, also viele verschiedene Märkte und Titel verteilt, senkt er damit das Anlagerisiko, wenn das eine oder andere Papier im Kurs fällt.

Im Gegensatz zur Direktanlage übernimmt also der Fondsmanager für Sie die Entscheidungen, welche Wertpapiere ausgewählt werden oder wann der Kauf bzw. Verkauf getätigt wird – immer unter der Leitlinie einer ausgewogenen Ertrags- und Risikomischung. Sie entscheiden lediglich, ob ihr Fonds zum Beispiel eher risikoreichere, aber auch ertrags­stärkere Anlagen enthält oder ob Sie lieber auf Nummer sicher gehen und eine planbare, aber eventuell auch geringere Rendite erzielen möchten.

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Wenn die Preise der im Fonds enthaltenen Werte schwanken, verändert sich auch der Wert der Fondsanteile. Dieser wird börsentäglich ermittelt. Kursgewinne, Zinsen, Dividenden oder Mieten sammelt der Fonds an und schüttet die­se in der Regel einmal jährlich an die Inhaber entsprechend ihrer Fondsanteile aus. Es gibt allerdings auch Fonds, bei denen die Erträge im Fonds belassen oder wieder angelegt werden. Der dadurch erzielte Zinseszinseffekt beschleunigt das Wachstum des Fonds. Die Leistung eines professionellen Fondsmanagements kostet natürlich auch Geld. Deshalb werden beim Kauf eines Fonds ein Ausgabeaufschlag und/oder eine jährliche Gebühr fällig. Die Höhe hängt von der Ausgestaltung des Fonds ab. Grundsätzlich gilt: Aktienfonds sind teurer als Rentenfonds oder Geldmarktfonds und bei der Auswahl geht Qualität vor Preis.

So viel zum Grundsätzlichen. Wenn es um die Auswahl eines konkreten Fonds geht, stehen jedoch viele Anleger vor der Frage:
In welchen Fonds lege ich erfolgreich an?
Welcher Fonds ist für mich und meine persönliche Vorstellungen geeignet?

Einen ersten Anhaltspunkt für die Frage, welcher Fonds eine gute Anlage ist, bieten Rating-Agenturen. Sie bewerten die Qualität der Fonds und vergleichen die Ergebnisse mit anderen Fonds der gleichen Gruppe. Das Ergebnis wird meistens in Form von Sternen oder Buchstaben veröffentlicht.

Doch Achtung: Die Benotungen beziehen sich auf die Entwicklungen in der Vergangenheit. Ob die Note in der Zukunft Bestand hat, kann nicht garantiert werden. Denn auch für die Fonds gilt: Kursgewinne können mögliche Kursverluste gegenüberstehen. Doch den Grundgedanken eines strukturierten Portfolios, in dem Kursverluste einzelner Titel durch Gewinne anderer ausgeglichen werden, erfüllt ein Fonds am besten.
Ein Fonds mit einem guten Rating bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Sie als Anleger damit auch glücklich werden. Denn wenn Sie zum Beispiel nachts nicht schlafen können, weil ihr gut bewerteter Fonds immer wieder mit Kursausschlägen aufwartet, sollten Sie sich überlegen, ob nicht ein etwas weniger renditestarker, aber dafür planbarer Fonds besser für Sie ist. Das heißt: Achten Sie bei der Fondsauswahl auch darauf, dass nicht nur das Rating stimmt, sondern dass der Anlageschwerpunkt des Fonds zu Ihrer Anlegermentalität passt.

Bevor Sie sich also an die Fondsauswahl machen, sollten Sie klären, welcher Anlegermentalität Sie eher zu zuordnen sind. Ihr Anlageberater hilft Ihnen dabei. Generell gilt für alle Fondsanlagen: Es handelt sich um eine mittel- bis langfristige Investition. Und: Je kürzer Sie Ihr Geld anlegen wollen, umso sicherer sollten die Erträge sein – wie etwa bei Geldmarktfonds. Je länger Sie dagegen Ihr Geld auch liegen lassen können, umso eher können Sie riskantere Anlagen wie etwa Aktienfonds wählen. Denn hier gleicht die Zeit Schwankungen wieder aus. Dazwischen gibt es noch zahlreiche andere Fonds, wie etwa Renten-, Immobilien-, Ziel- oder Dachfonds. Sicher ist: Für jeden Anleger gibt es den passenden Fonds. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Fonds­arten.

Geldmarktfonds 
unterliegen geringen oder keinen Kursschwankungen, da sie die Anlegergelder vornehmlich in Termineinlagen oder kurzfristige Anlagen investieren. Dafür ist die mit ihnen erzielbare Rendite in der Regel gering. Unterschiede gibt es vor allem in der Währung der Fonds. Geldmarktfonds in Fremdwährung, zum Beispiel US-Dollar, können zwar höhere Renditen bieten, dafür beinhalten sie ein nicht zu unterschätzendes Währungsrisiko. Geldmarktfonds eignen sich zum kurzfristigen „Parken\“ von Liquidität, die man zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt.

Aktienfonds 
investieren je nach Ausrichtung die eingesammelten Anlegergelderweltweit, in bestimmte Regionen oder Branchen, oder verfolgen eine klar definierte Strategie. Da Aktienkurse an sich hohen Schwankungen unterliegen, eignen sich Aktienfonds vor allem für risikobereite Anleger mit einem langen Anlagehorizont von mehreren Jahren. Dafür ist die erzielbare Rendite vergleichsweise hoch. Übrigens: Aktienfonds sind die einzige Fondsart, in die die Arbeitnehmer ihre vermögenswirksame Leistungen (VL) anlegen können.

Rentenfonds 
kaufen verzinsliche Wertpapiere unterschiedlichster Ausrichtung. Neben europäischen Staatsanleihen können sie beispielsweise in Anleihen aus Schwellenländern oder Unternehmensanleihen investieren. Im Vergleich zu Aktienfonds unterliegen Rentenfonds geringeren Schwankungen. Hier gilt: Je länger die Restlaufzeiten der gekauften Anleihen oder je risikoreicher das Anleihesegment, umso mehr kann der Fondspreis schwanken. Für die meisten Rentenfonds gilt ein mehrjähriger Anlagehorizont.

Gemischte Fonds
investieren in den meisten Fällen sowohl in Anleihen als auch in Aktien. Wichtig ist bei der Auswahl, in welche Märkte investiert wird und wie hoch die Aktienquote höchstens sein darf. Auch sie richten sich hauptsächlich an langfristig orientierte Anleger.

Immobilienfonds 
investieren schwerpunktmäßig in Gewerbeimmobilien, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Dazu zählen Bürogebäude, Hotels oder Logistikzentren. Aufgrund ihrer meist stabilen Wertentwicklung entsprechen sie den Bedürfnissen sicherheitsorientierter und langfristig ausgerichteter Anleger, die Konstanz in der Vermögensentwicklung benötigen.

Garantiefonds 
garantieren den Erhalt des eingesetzten Kapitals zum Ende der Laufzeit. Damit bieten sie vorsichtigen Anlegern die Chance, ohne Verlust von der Entwicklung der Aktienmärkte zu profitieren.

Dachfonds/Fondsgebundene Vermögenverwaltung 
setzen auf eine doppelte Risikostreuung, denn sie investieren die Anlegergelder nicht in einzelne Anleihen oder Aktien, sondern wiederum in Fonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Anleger können bei den Dachfonds oder der fondsgebundene Vermögensverwaltung je nach Sicherheitsbedürfnis aus mehreren Varianten auswählen. „Ertrag\“, „Wachstum\“ und „Chance\“ sind gängige Bezeichnungen der Varianten und unterscheiden sich vor allem in der Höhe des Aktienfondsanteils.

Anlagezielfonds 
haben einen festen Fälligkeitstermin und eignen sich vor allem zum Ansparen auf ein langfristiges Ziel. Das kann beispielsweise die Ausbildung der Kinder oder die Reise zur Silberhochzeit sein. Während der Laufzeit verfolgt die Fondsgesellschaft einen vorgegebenen Anlagepfad und reduziert stückweise die Aktienfondsquote zugunsten von Renten- oder Geldmarktfonds.

Hedgefonds 
verfolgen unterschiedliche zum Teil hochriskante, Strategien, um Gewinne zu erzielen. Dabei nutzen sie ein breites Anlagespektrum, dem neben Aktien und Anleihen auch Währungen oder Termingeschäfte angehören. Aus diesem Grund eignen sie sich nur für professionelle Investoren.

Stellt sich also nur noch die Frage, ob man einmalig Geld in einen Fonds investieren oder regelmäßig sparen sollte. Grundsätzlich gilt auch hier: Regelmäßiges Sparen mit festen Beträgen lohnt sich. Sind die Fondspreise niedrig, werden mehr Anteile erworben als bei hohen Preisen. Das führt über den sogenannten Cost-Average-Effekt zu vergleichsweise niedrigen Durchschnittspreisen und Sie müssen sich nicht um günstige Einstiegszeiten kümmern. Zusammen mit den Kurssteigerungen und den Ausschüttungen lassen sich über die Jahre große Summen aufbauen. Ein Beispiel: Wer seit 25 Jahren in einen internationalen Aktienfonds monatlich 100 Euro eingezahlt hat, kann sich im Durchschnitt über ein Vermögen von mehr als 83 000 Euro freuen – bei einer Einzahlungssumme von 30 000 Euro. Das entspricht einer jährlichen Wertentwicklung von 7,38 Prozent (Quelle: BVI, Stand: 30.9.2006). Übrigens: Wenn Sie Ihre Fondsanteile – aus welchen Gründen auch immer – wieder zu Geld machen wollen, können Sie dies jederzeit tun. Dies ist der große Vorteil von Fondsanlagen gegenüber Anlagen mit festen Laufzeiten und Kündigungsfristen. Der Rücknahmepreis wird börsentäglich festgestellt und in der entsprechenden Wirtschaftspresse veröffentlicht.

Bei allen Vorteilen von Fonds sollte eines nicht übersehen werden: Die Entscheidung für den einen oder anderen Fonds, das eine oder andere Wertpapier kann nicht ohne eine Gesamtbetrachtung der Vermögensstruktur getroffen werden. Denn selbst wenn Sie jung, risikobereit und ohne große Verpflichtungen sind – eine gewisse Grundsicherung brauchen auch Sie. Ohne den Check Ihres Gesamtdepots sollte die Wahl also nicht getroffen werden. Lassen Sie sich vom Anlageexperten Ihrer Wahl beraten.

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